Geld anlegen mit wenig Geld: Ab 25 € im Monat als junge Frau starten
Investieren mit kleinem Budget, als Studentin, Azubi oder Berufseinsteigerin: Warum kleine Beträge zählen und wie du Schritt für Schritt startest.

Aktualisiert am · 3 Minuten Lesezeit
„Ich hab doch gar nicht genug Geld zum Investieren.“ Diesen Satz hören wir bei Cherry ständig. Die Wahrheit ist: Du brauchst kein großes Vermögen, um anzufangen. Du musst nicht reich sein, um anzufangen – aber du musst anfangen, um Vermögen aufzubauen.
Gerade junge Frauen schieben das Investieren oft auf – bis zum ersten richtigen Job, bis mehr übrig bleibt, bis man „sich besser auskennt“. Dabei ist Zeit dein größter Vorteil, viel wichtiger als ein großes Budget.
Wie wenig ist genug?
Viele Depots ermöglichen ETF-Sparpläne schon ab 1 bis 25 € im Monat. Das klingt nach wenig, summiert sich aber:
- 25 € im Monat über 40 Jahre: eingezahlt 12.000 €, bei angenommenen 7 % Rendite ca. 65.600 €
- 50 € im Monat über 40 Jahre: eingezahlt 24.000 €, ca. 131.000 €
Beispielrechnungen, keine Garantie – aber sie zeigen, wie viel die Zeit für dich arbeitet.
Schritt 1: Finde dein Sparpotenzial
Bevor du investierst, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf deine Ausgaben:
- Fixkosten: Miete, Handy, Versicherungen, Abos. Gibt es Abos, die du kaum nutzt?
- Variable Kosten: Essen gehen, Lieferdienste, Shopping. Hier steckt oft der größte Spielraum.
- „Zahl dich zuerst selbst“: Richte den Sparplan so ein, dass er direkt nach dem Gehaltseingang abgebucht wird. Was gar nicht erst auf dem Girokonto liegt, wird auch nicht ausgegeben.
Eine einfache Orientierung ist die 50-30-20-Regel: 50 % für Fixkosten, 30 % für Wünsche, 20 % fürs Sparen und Investieren. Wenn das (noch) nicht drin ist: Fang mit 5 % an und steigere dich.
Schritt 2: Erst der Notgroschen
Investiere nur Geld, das du in den nächsten Jahren nicht brauchst. Für Unvorhergesehenes – eine kaputte Waschmaschine, eine Nachzahlung – gehört ein Polster aufs Tagesgeldkonto. Wie groß es sein sollte: Notgroschen: Wie viel du brauchst.
Schritt 3: Depot und Sparplan
Eröffne ein günstiges Online-Depot und richte einen Sparplan auf einen breit gestreuten ETF ein. Achte auf niedrige Kosten: Bei kleinen Beträgen fallen Gebühren besonders ins Gewicht. Eine Anleitung findest du in Depot eröffnen und ETF-Sparplan für Anfängerinnen.
Schritt 4: Mitwachsen lassen
Dein Budget bleibt nicht für immer so. Mit jeder Gehaltserhöhung, dem ersten Vollzeitjob oder dem Ende des Studiums kannst du die Sparrate anpassen. Ein guter Trick: Erhöhe den Sparplan direkt um einen Teil jeder Gehaltserhöhung – dann merkst du es gar nicht.
Typische Gedanken – und was dahintersteckt
- „Ich warte, bis ich mehr verdiene.“ Die Jahre, die du wartest, kannst du später nicht nachholen.
- „Das lohnt sich bei 25 € doch nicht.“ Doch: Der Betrag ist am Anfang weniger wichtig als die Gewohnheit.
- „Ich verstehe das nicht gut genug.“ Ein breit gestreuter ETF-Sparplan ist bewusst einfach. Und Verstehen kann man lernen.
Am Ende gilt: Wichtiger als der Betrag ist, dass du anfängst – und dranbleibst.
Dieser Artikel dient der Finanzbildung und ist keine Anlageberatung. Rechtliche Hinweise






