Depot eröffnen als Frau: Was du brauchst und wie es abläuft

Dein eigenes Depot, auf deinen Namen: Was ein Depot ist, worauf du bei der Wahl achtest und wie die Eröffnung Schritt für Schritt abläuft.

Hände halten ein Smartphone mit geöffneter Banking-App
Foto: Atlantic Money / Unsplash

Aktualisiert am · 3 Minuten Lesezeit

Ohne Depot kein ETF, keine Aktie, kein Sparplan. Die gute Nachricht: Ein Depot zu eröffnen ist heute einfacher als ein neues Handy einzurichten. Hier erfährst du, worauf es ankommt.

Was ist ein Depot?

Ein Wertpapierdepot ist eine Art Konto, in dem deine Wertpapiere – zum Beispiel ETFs – verwahrt werden. Dazu gehört meist ein Verrechnungskonto, über das Geld ein- und ausgeht.

Wichtig zu wissen: Wertpapiere in deinem Depot sind Sondervermögen. Sie gehören dir, nicht der Bank. Selbst wenn der Anbieter pleitegeht, bleiben deine ETF-Anteile deine. Das Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist zusätzlich über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt.

Warum ein Depot auf deinen eigenen Namen?

Viele Paare legen gemeinsam an – oder einer von beiden „kümmert sich“. Ein Depot auf deinen eigenen Namen heißt: Du siehst jederzeit, was dir gehört, und triffst deine Entscheidungen selbst. Das ist kein Misstrauen, sondern finanzielle Selbstständigkeit – egal ob Single, in einer Beziehung oder verheiratet.

Welche Arten von Anbietern gibt es?

  • Filialbanken: persönliche Beratung vor Ort, aber oft deutlich höhere Gebühren.
  • Direktbanken: online, günstig, mit großem Angebot an Sparplänen.
  • Neobroker: App-basiert, sehr günstig, oft mit kostenlosen Sparplänen.

Für einen einfachen ETF-Sparplan reicht für die meisten ein günstiges Online-Depot.

Worauf solltest du achten?

  1. Kosten: Depotführung idealerweise kostenlos, Sparpläne kostenlos oder für sehr kleine Gebühren.
  2. Sparplan-Angebot: Gibt es den ETF, den du besparen willst, als Sparplan? Ab welcher Rate?
  3. Sitz und Einlagensicherung: Ein Anbieter mit Sitz in Deutschland oder der EU ist für Einsteigerinnen am unkompliziertesten.
  4. Steuern: Manche Anbieter führen die Steuer automatisch ab („steuereinfach“) – das erspart dir Arbeit bei der Steuererklärung.
  5. Bedienung: Du solltest dich in der App oder auf der Website wohlfühlen.

Was brauchst du für die Eröffnung?

  • einen gültigen Personalausweis oder Reisepass
  • deine Steuer-Identifikationsnummer (steht z. B. auf deinem Lohnsteuerbescheid oder Schreiben vom Finanzamt)
  • ein Smartphone mit Kamera für die Identifizierung per Video oder App
  • ein Girokonto, von dem das Geld kommt

Du musst mindestens 18 Jahre alt sein; für Minderjährige gibt es spezielle Junior-Depots.

So läuft die Eröffnung ab

  1. Antrag online ausfüllen: Name, Adresse, Steuer-ID, Angaben zu Beruf und Erfahrung mit Wertpapieren. Keine Sorge: „keine Erfahrung“ ist eine völlig normale Antwort.
  2. Identifizieren: per Video-Chat oder mit dem Personalausweis und der App.
  3. Zugangsdaten erhalten: meist per App, manchmal zusätzlich per Post.
  4. Geld überweisen auf das Verrechnungskonto oder ein Lastschriftmandat einrichten.
  5. Freistellungsauftrag einrichten: Bis 1.000 € Kapitalerträge im Jahr sind für Einzelpersonen steuerfrei (Sparerpauschbetrag). Mit einem Freistellungsauftrag stellst du sicher, dass dieser Betrag automatisch berücksichtigt wird.
  6. Sparplan anlegen – und los geht's. Wie das geht, erklären wir in ETF-Sparplan für Anfängerinnen.

Wie lange dauert das?

Der Antrag selbst dauert meist 10–15 Minuten, bis das Depot freigeschaltet ist, vergehen oft nur wenige Stunden bis ein paar Tage.

Viele haben das Depot schon lange im Hinterkopf und eröffnen es dann doch nie. Oft hilft es, sich einen festen Termin dafür zu setzen – oder es gemeinsam mit einer Freundin zu machen.

Dieser Artikel dient der Finanzbildung und ist keine Anlageberatung. Rechtliche Hinweise

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